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Lieferengpässe aus der Sicht der Spitalapotheke

Über Lieferengpässe als besorgniserregendes Konjunkturrisiko wird dieser Tage vermehrt in den Medien berichtet. Eine jüngste Umfrage von economiesuisse zeigt, dass die Unternehmen auch in diesem Jahr hauptsächlich mit Lieferengpässen zu kämpfen haben.  Der Wegfall der meisten Corona-Massnahmen hätte diese Situation deutlich entspannen sollen, der Krieg in der Ukraine verschärft diese Probleme nun wieder und fast jede(r) ist davon betroffen. 

 

Bei der Versorgung von Arzneimitteln stellen Lücken und Engpässe jedoch schon länger ein Problem dar, mit zum Teil brisanten Folgen, wie z.B. Verzögerungen in der Chemotherapie, einem erhöhten Risiko für Medikationsfehler oder Nebenwirkungen. Manchmal bleibt nichts anderes übrig, als Behandlungen durchzuführen, die nicht dem medizinischen Standard entsprechen. Die gesammelten Daten zu Engpässen von Arzneimitteln sowie zu Preisen aller in der Schweiz verfügbaren Präparate zeigen (Blankart and Felder, 2022), dass etwa die Hälfte des verschreibungspflichtigen Marktes zwischen 2015 und 2020 von Verknappungen oder gar Ausfällen des Angebots betroffen war.

 

In der Folge 2 des Podcasts wird dieses Problem aus der Sicht eines Industrie-Apothekers erläutert. Im Gespräch mit Dr. Mounja Schröder erzählt Dr. Enea Martinelli, Spitalapotheker und Betreiber der Datenbank drugshortage.ch, wie er diese Situation im Spitalalltag erlebt und und welche Lösungsmöglichkeiten er sieht.

 

Bitte entschuldigen Sie die unregelmässige Tonqualität in diesem Podcast. 

 

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