Neues aus der Apothekenwelt
Die HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) ist heute ein zentraler Bestandteil der HIV-Prävention. Sie besteht aus einer antiretroviralen Medikation, die bei korrekter Einnahme zuverlässig vor einer HIV-Infektion schützt.
Zwei aktuelle Publikationen liefern neue, differenzierte Erkenntnisse zum kardiovaskulären Risiko der geschlechtsangleichende Hormontherapie (GAHT).
Immer wieder beanstanden Kundinnen und Kunden, dass Mometason-haltige Nasensprays „verstopfen“ und der Sprühkopf nach einigen Anwendungen keine gleichmässigen oder gar keine Sprühstösse mehr abgibt. Dies wurde zuletzt von der Arzneimittelkommission Deutscher Apotheker (AMK) anhand von über 200 Spontanmeldungen ausgewertet; betroffen sind Präparate von mindestens 17 Zulassungsinhabern.
Forschende der US-Universität Stanford haben einen neuartigen intranasalen Impfstoff an Mäusen getestet, der gegen verschiedene Atemwegsinfektionen (Viren und Bakterien) schützen könne. Der Impfstoff soll gegebenenfalls sogar gegen Allergien nützen.
Seit dem 1. Januar 2026 sind empfohlene Impfungen gemäss Schweizerischem Impfplan von der Franchise ausgenommen. Die Regelung gilt für alle Impfungen nach Artikel 12a KLV sowie für die dazugehörige Impfberatung. PatientInnen bezahlen somit keine Franchise mehr, der gesetzliche Selbstbehalt von 10 % bleibt jedoch bestehen. Ziel der Massnahme ist es, die Impfraten in der Schweiz zu erhöhen und finanzielle Hürden in der Prävention abzubauen.
Die Schweiz rückt das Thema Gendermedizin ins Zentrum der Aufmerksamkeit: Am ersten Schweizer Gender Medicine Symposium in Bern diskutierten Ende Oktober 2025 rund 280 Expert:innen aus Forschung, Gesundheitswesen und Politik, wie biologische und soziale Geschlechterunterschiede medizinische Diagnosen, Therapien und Arzneimittelwirksamkeit beeinflussen.
Über Jahrzehnte galt der Typ-1-Diabetes als reine Insulinmangelerkrankung – verursacht durch die autoimmune Zerstörung der β-Zellen. Doch neue Forschungsergebnisse zeigen: Diese Sichtweise greift zu kurz. Auch Insulinresistenz spielt bei Typ-1-Diabetes eine bedeutende Rolle und könnte sogar an der Krankheitsentstehung beteiligt sein.
Forschende der ETH Zürich haben MenstruAI entwickelt – eine Sensortechnologie in der Binde, die Biomarker im Menstruationsblut erkennt. Sie funktioniert ohne Elektronik und Labor und könnte die Früherkennung von Erkrankungen erleichtern.
Das Gesundheitsempfinden der Schweizer Bevölkerung hat sich in den letzten fünf Jahren verschlechtert. Nur noch elf Prozent fühlen sich sehr gesund – eine Halbierung gegenüber 2020.
Künstliche Intelligenz (KI) ist längst im Alltag vieler PatientInnen angekommen: Gesundheits-Apps analysieren Symptome, Chatbots geben Empfehlungen, und Suchmaschinen liefern in Sekundenschnelle medizinisch klingende Ratschläge. Immer häufiger treten KundInnen mit klaren Vorstellungen – oder konkreten KI-generierten Diagnosen inklusive Produktempfehlungen auf Ihrem Smartphone – vor den Arzt oder in die Apotheke.