Kurs 26:
Kopfschmerzen: Sein und Schein? – ein Update für ApothekerInnen - (Für die FPH-Weiterbildung anerkannt)
KK1
Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten neurologischen Symptomen und zu
den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Je nach Unterform leiden bis zu 50 Pro-zent der Bevölkerung an Kopfschmerzen. Ein Grossteil davon sucht primär nicht den Arzt auf, sondern verlangt zunächst eine schnelle medikamentöse Abhilfe in der Apotheke.

Eine kanadische Studie zeigte, dass nur die Hälfte der PatientInnen mit einer Mi-gräne überhaupt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Stattdessen behandelten sie sich mit freiverkäuflichen Medikamenten, weniger als 10 Prozent nahmen migräne-spezifische Medikamente ein. Untersuchungen in Deutschland und Italien ergaben ein ähnliches Bild.

Hier wird klar, wie notwendig eine gute Beratung in der Apotheke ist, die Patienten zu einer sinnvollen und wirksamen Selbstmedikation anleitet und gleichzeitig die Zuweisung von Patienten mit bedeutsamem Chronifizierungs-risiko zur spezialisierten ärztlichen Behandlung erleichtert. Im Rahmen einer solchen Beratung müssen auch Symptome potentiell gefährlicher Erkrankungen erkannt werden, die sich durch das Symptom Kopfschmerzen manifestieren. Dieser Kurs macht Sie fit für diese anspruchsvolle Aufgabe.

Anerkannt für FPH Offizinpharmazie: 25Kp
Anerkannt für FPH Spitalpharmazie: 25Kp
Anerkannt für FPH Klinische Pharmazie: 25Kp
Kursdaten
Donnerstag, 4. April 2019 13:30 - 17.00 h
1-1013423-1-2019-P25.00
30 freie Plätze
CHF 220.00
Donnerstag, 14. November 2019 13:30 - 17.00 h
1-1013423-2-2019-P25.00
34 freie Plätze
CHF 220.00
Im 6er Abonnement kostet dieser Kurs CHF 200.00 (Rabatt bis am 24. November 2018 gültig!)
Ziel
Die Teilnehmenden kennen Ursachen, Mechanismen,
Diagnostik und Therapie von Kopfschmerzen.

Sie sind in der Lage, Kopfschmerzen korrekt zu tria-
gieren: sie kennen die Red Flags und die Grenzen der Selbstmedikation, können chronifizierende Faktoren
bzw. eine manifeste Chronifizierung frühzeitig erken-
nen und die Patienten entsprechend weiterleiten. Pa-
tienten, bei denen eine Selbstmedikation angebracht
ist, können sie kompetent beraten und zur erfolgrei-
chen Selbstbehandlung anleiten.

Sie sind sensibilisiert über die Problematik des Me-dikamenenübergebrauchskopfschmerzes. Bereits
diagnostizierte Patienten können Sie im Sinne der pharmaceutical Care unterstützen: sie können die
Rezepte korrekt validieren, patientenorientierte Hin-
weise formulieren (z.B. zur korrekten Arzneimittelan-
wendung, zur Vermeidung von Wechselwirkungen
und Nebenwirkungen) und die Patienten wirksam da-
bei unterstützen, ihre Therapie erfolgreich zu gestal-
ten (Adhärenz-Förderung).
ReferentIn
Herr PD Dr. Jens Petersen
Leiter Kopfschmerzabteilung
Klinik für Neurologie
UniversitätsSpital Zürich
Zürich
Kreditpunkte
25.0 KP
Inhalt
Triage, Differentialdiagnose, Therapie und Management von Kopfschmerzen

  • Migräne, Spannungskopfschmerzen
  • Akuttherapie und Anfallsprophylaxe
  • Stellenwert von komplementärmedizinischen Massnahmen u.a. Einsatz von Phytotherapeutika (Möglichkeiten und Grenzen)

  • Clusterkopfschmerzen

  • Sekundäre Kopfschmerzen  z.B. Medikamenteninduzierter Kopfschmerz:                       - wie man sie durch Patientenaufklärung vermeiden kann
      - was tun, wenn man sie vermutet
      - Entzugsbehandlung

  • Schmerzhafte kraniale Neuropathien, andere Gesichtsschmerzen

Fallbeispiele zu typischen Situation in der Apotheke

Spezielles:
Bitte beachten Sie, dass der Kurs vom 4. April am selben Tag wie der Kurs „Welche Apothekendienstleistungen brauchen chronisch kranke Patienten?“ mit Frau Dr. Carole Kaufmann und Frau Dr. Daniela Eigenmann durchgeführt wird.