Kurs :
Die Prävention des Schlaganfalls in der Apotheke im interprofessionellen Dialog
KK1
Das Vorhoffflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung in der Gesamtbe-
völkerung. Die Prävalenz beträgt etwa 1%, bei deutlicher Zunahme im höheren Lebensalter (ungefähr 10% bei den >80-Jährigen). Im Vergleich zur Allgemein-
bevölkerung haben diese Patienten ein bis zu fünfmal höheres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.

Ist das Vorhofflimmern erkannt, kann dem Schlaganfall durch eine medikamentöse Behandlung sehr effektiv vorgebeugt werden. Bei einem Drittel der Patienten tritt das Vorhofflimmern jedoch unbemerkt auf, weshalb Herzrhythmusstörungen häufig erst nach einem Schlaganfall diagnostiziert werden.

Durch Aufklärung, Beratung und Screening der Risikopatienten können ApothekerInnen dazu beitragen, Patienten mit Vorhofflimmern früher zu erkennen. Patienten nach Stroke oder TIA haben ein signifikant erhöhtes Risiko für ein erneutes Ereignis. Die sekundäre Prävention, d.h. die Betreuung nach Erstdiagnose ist daher sehr wesentlich.

Dr. med. Martin Vurma und Prof. Dr. Kurt Hersberger erklären konkret wie dies in interprofessioneller Zusammenarbeit gelingen kann.
Kursdaten
Dienstag, 4. Dezember 2018 15:30 - 17.00 h
1-1013423-101-2018-P12.50
26 freie Plätze
CHF 90.00
Die Vorträge können einzeln oder als Gesamtpaket zum Preis von CHF 90.- pro Vortrag bzw. CHF 360.- für den gesamten Kurstag gebucht werden.

Ziel
Die TeilnehmerInnen setzen sich mit Pathophysiologie,
Klinik und Therapieoptionen des Vorhofflimmerns aus-
einander.

Sie lernen den Pathomechanismus des „Stroke“ ken-
nen und verstehen den Nutzen einer Früherkennung
des Vorhofflimmerns in der Apotheke.

Sie können Risikopatienten identifizieren, aufklären und beraten. Anhand von Fallbeispielen besprechen sie das Screening von Risikopatienten in der Apotheke, die korrekte Triage bei Verdacht sowie die adäquate Therapie des Vorhofflimmerns.
ReferentIn
Prof. Dr. Kurt Hersberger, Apotheker
Head Pharmaceutical Care Research Group Universität Basel

pract. med. Martin Vurma
Facharzt FMH für Kardiologie und Innere Medizin
kardiologische Praxisgemeinschaft Stadelhofen, Zürich
Kreditpunkte
12.5 KP
Inhalt
  • Mögliche Symptome des Vorhofflimmerns , Diagnostik, Pathomechanismus                  des „Stroke“                
  • Screening von Risikopatienten in der Apotheke
  • Korrekte Triage
  • Adäquate Therapie des Vorhofflimmerns
  • Sekundäre Prävention nach Stroke oder TIA
  • Rezeptvalidierung, Beratung und Betreuung von Patienten in der Apotheke

Methode: 
Interaktives Referat mit Fallbeispielen und Voting